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Unter dem schwachen Licht der Milchstraße auf der gemeinsamen Suche nach Träumen.

Unter dem schwachen Licht der Milchstraße auf der gemeinsamen Suche nach Träumen.


In den tiefen, fernab gelegenen, fantastischen Wäldern gibt es einen traumhaften See, dessen Wasser in klarem Blau strahlt, wie ein mit leichter Seide umschlungenes Juwel. Tagsüber schwebt oft ein zarter Nebel über dem Wasser, und das Abendlicht fällt fleckig durch die Bäume. Nachts scheint es, als würde der ganze See die Sterne des Himmels sammeln, das Licht des Wassers funkelt wie der Eingang zu einem anderen Universum.

Belang und Hia sind Reisende in diesem Wald. Langjährig hier lebend, strahlt ihre Sehnsucht nach der Außenwelt ein ruhiges und reines Licht aus. An diesem Abend hat Belang früh ein handgefertigtes Boot vorbereitet, das aus Weidenruten geflochten ist und mit funkelndem Mondstein geschmückt ist. Hia hingegen hat sorgfältig eine Packung Kräuterdrops vorbereitet und einige Nachtschattblüten in ihr Haar gesteckt.

Die Nacht bricht allmählich herein, und der gesamte Wald wird sanft vom silbernen Mondlicht umhüllt, die Luft ist erfüllt von dem Duft von Kräutern und Erde. Belang ergreift Hias Hand und betritt das leicht wankende Boot. Hia lächelt – dieses Lächeln ist wie der Duft von Blumen im Nachtwind, der sanfte Wellen in ihrem Herzen erzeugt.

„Warte einen Moment, ich übernehme das Steuer,“ sagt Belang sanft, seine Augen funkeln ernsthaft. Mit beiden Händen hält er das Paddel fest und zieht es durchs Wasser, während sich feine Wellenringe bilden. Das Boot gleitet stabil über die silberne Wasseroberfläche, und das Mondlicht hüpft im Rhythmus der Paddelbewegungen. Hia lehnt sich an den Rand der Kajüte, schaut zum klaren Mond empor, und ihr langes Haar tanzt im Nachtwind. Das Boot gleitet langsam ins Herz des Sees, als würde es im Zentrum eines Sternenmeeres treiben.

Die beiden genießen still die atemberaubende Aussicht. Die belebte Welt bleibt weit hinter ihnen zurück, nur der Klang des Windes und des Wassers sowie die zwei Herzen, die sich sanft annähern.

Die Wasseroberfläche spiegelt den Himmel wider, die Sterne fallen wie Perlen auf das blaue Samtgewand des Himmels, und das Licht der Wellen funkelt manchmal, als könnte es atmen. Plötzlich strömt ein sanftes, grünes Licht zwischen den Bäumen am Ufer, und ein, zwei, zahlreiche Baumgeister erscheinen lebhaft. Sie schweben in der Luft, einige flattern mit ihren Blättern als Flügel, während andere auf den Ästen die Wassertropfen umarmen.




„Sieh! Dort drüben – sind Baumgeister!“ ruft Hia aufgeregt und zeigt auf eine kleine Gruppe weicher Lichter nahe dem Ufer.

Belang nickt lächelnd und sagt sanft: „Sie sind die ältesten Wächter dieses Waldes und erscheinen nur vor Menschen mit reinem und freundlichem Herzen.“ Hias Augen leuchten sofort auf, als ob zwei kleine strahlende Sterne in ihr aufblitzen. Sie kauert sich nieder und legt behutsam ihre Hand auf den Bootsrand, während sie leise mit den Baumgeistern flüstert.

Die Baumgeister nähern sich ebenfalls sanft der Wasseroberfläche, halten sich an den Händen und bilden einen Kreis, als würden sie diese sanften Gäste auf ihre Weise willkommen heißen. Während sie tanzen, lassen sie am Ende ihrer Flugbahn grüne Lichtpunkte fallen, diese leuchtenden Punkte sinken wie Glühwürmchen langsam ins Wasser und vertreiben die Schatten aus den Tiefen des Sees.

„Erinnerst du dich an das erste Mal, als wir uns begegnet sind?“ fragt Hia plötzlich und ihre Stimme hat einen schüchternen Unterton.

Belang klopft sanft auf ihren Handrücken, diese zarte Bewegung scheint all die Wärme des Waldes zu übertragen. „Wie könnte ich das vergessen? Im Birkenwald hast du dich wie ein verlorenes kleines Fuchschen verhalten und hast verspielt geschwiegen, sodass ich mich im Kreis drehte.“ Während er spricht, zeigt sich ein glückliches, aber auch leicht verzweifeltes Lächeln auf seinem Gesicht.

Hia krallt sich an die Bootskante und lacht leise: „An diesem Tag schwebte der Duft der Kräuter in der Sonne noch in der Luft. Du folgtest mir, aber hast aus Versehen auf die vielen herabgefallenen Blätter getreten, sodass es knackte und knirschte, und hast dabei so getan, als wäre niemand hier. Das war wirklich zu komisch.“ Als sie das sagt, kann sie sich ein leises Kichern nicht verkneifen. Belang wird ebenfalls zum Lachen gebracht, und die Wasseroberfläche kräuselt sich in feinen Wellen.

Die Baumgeister umringen das Boot, einige springen sogar auf einen großen Stein im See und tanzen. Sanfte Licht- und Schattenspiele umrahmen Hias und Belangs aufrichtigen Blick, und die beiden scheinen in einer stummen Unterhaltung durch die Augen ihre Verbindung zu kommunizieren. Hias Blick bleibt tief auf Belang gerichtet, als wäre dieses Lake, diese Nacht unendlich warm, sobald er an ihrer Seite ist.




Im sanften Wind entfaltet Hia plötzlich in ihrer Hand die weichen Kräuterdrops und reicht Belang einen aufgeregt. Die beiden rücken näher zusammen, und ihr Lächeln strahlt unter dem Sternenlicht. Belang versteht und nimmt das Bonbon entgegen, atmet die kühle Frische des Sees ein und sagt: „Danke, Hia. Diese Nacht mit dir zu verbringen – es ist so schön.“

Hias Wangen färben sich plötzlich sanft rot. Sie lehnt leicht an Belangs Schulter und flüstert, ihre Stimme sanft wie das Flüstern der Blätter am See: „Jedes Mal, wenn ich mit dir durch diesen Wald gehe, ist jeder Sternenfeuer in den Nächten ein Schatz, den ich festhalte.“

Die Nacht vertieft sich, die Baumgeister bilden still einen Kreis und singen zusammen, leise Baumklänge. Diese Melodie hallt im Herzen des Sees wider, wie eine silberne Glocke, die in der Nacht schwingt. Die Melodie dringt in die weichsten Stellen des Herzens ein und wäscht alle Müdigkeit und Unruhe des Tages hinweg. Belang zieht Hia sanft an sich, „Hia, möchtest du dir einen Wunsch wünschen? Diese Sternen-Nacht und dieses Wasser sollten die tiefsten Wünsche im Herzen erfüllen können.“

„Geht das? Dann habe ich –“ Hia faltet ihre Hände, schaut auf das Wasser, wo sich die Sterne spiegeln, und schließt lange die Augen. „Ich wünsche mir, dass wir für immer wie heute Nacht sein können, im Herzen des Sees, im Sternenlicht, um all die Schönheit dieser Welt gemeinsam zu sehen.“

Belang schließt ebenfalls die Augen und versteckt alle zarten Wünsche in dieser Nacht. Seine Stimme fällt sanft an Hias Ohr: „Ich auch. Mögen wir an jedem unbekannten Tag gemeinsam gehen.“

In diesem Moment reflektiert die Wasseroberfläche immer mehr die strahlenden Farben der Baumgeister. Plötzlich erscheint vor dem Boot ein natürlicher Steg aus Blättern und Steinen, der den beiden den Weg in die Zukunft leuchtet. Diese magische Veränderung lässt Hia Belangs Hand fest umgreifen, und beide Gesichter strahlen vor Staunen und Freude.

Sie folgen diesem Steg und legen das Boot an. Händchenhaltend steigen sie ans Ufer. Dort wiegt eine uralte Weide sanft im Wind, die silberweißen Zweige senken sich, um ihnen zart den Schweiß von der Stirn zu wischen. Die alte Weide wirkt wie ein weiser, älterer Mensch, der leise mit der Natur segnet und diesen beiden Partnern zuspricht.

Hia kauert sich nieder und streichelt das Moos am Seeufer, schaut auf die Wellen unter ihren Füßen. „Jedes Mal, wenn ich hier vorbeikomme, habe ich das Gefühl, dass der Wald einen eigenen Herzschlag hat.“

Belang scheint das sanfte Echo des Wassers und der alten Bäume hören zu können. Die Baumgeister fliegen auf die Äste der alten Weide und bilden einen Lichtkranz, der das Ufer wie am Tage erhellt. Sie umringen dieses Paar und singen leise, ihre Stimmen sind voller Liebe und Segen.

„Glaubst du an Wunder?“ fragt Hia und schaut sehnsüchtig zum Himmel hinauf.

Belang lächelt und nickt: „Früher habe ich nicht daran geglaubt, aber seit ich dich getroffen habe … Jeder Tag, jede Nacht, die ich mit dir gehe, fühlt sich wie ein Wunder aus einem Märchen an.“

Die beiden schauen sich an und lächeln, in diesem Lächeln liegen die Sanftheit des Wassers, die Stille der Nacht, der Duft der Erde und die Wärme und Liebe in ihren Herzen. In der Ferne fliegt ein Baumgeist in Belangs Handfläche und hinterlässt ein Blatt in smaragdgrün, voller Segen des Waldes. Belang reicht das Blatt Hia hin, als ob er einen besonderen Wunsch zärtlich übergibt: „Das ist ein Geschenk des Wächters, möge es dir jeden Nacht gut gehen.“

Hia küsst das Blatt und sagt leise: „Danke, danke an den Wald.“ Dann schaut sie erneut in den Sternenhimmel und teilt still mit Belang einen Wunsch für die Zukunft. Ihre Augen treffen sich, dabei hält sich die aufrichtige Emotion der Nacht inebene.

Die Nacht wird tief, die alte Weide schwingt sanft wie eine Wiege, während die Baumgeister weiterhin um das Paar herumwachen. Der Wind trägt den Duft von Sternenstaub und Erde, streift über das Wasser, die Baumschatten und die Herzen, die sich aneinander lehnen. Belang und Hia sind Schulter an Schulter im Nachtlicht und flüstern leise, die magischen Momente, die ihnen gehören, festhaltend.

Der gesamte fantastische Waldsee sinkt in den silvernen Lichtern und Gesängen in einen Traum. Unter den Sternen liegt das Boot still am Ufer, reflektiert die Sterne und die Baumshadow, Zeugnis von der miteinander verwobenen Wärme zweier Herzen. Diese Nacht gehört ihnen und all denjenigen, die an Träume und Liebe glauben.

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